skip to main content

Ostschweizer Schulleitungsforum 2026

Schule in der Gesellschaft von morgen

29. und 30. Oktober 2026 / Rorschach

In einer zunehmend pluralistischen und polarisierten Gesellschaft kommt der Schule eine entscheidende Rolle zu: Sie ist nicht nur Bildungsinstitution, sondern auch ein Ort der sozialen Integration und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Welche gemeinschaftlichen Aufgaben kann die Schule übernehmen? Und: Wie kann sie diesen Herausforderungen gerecht werden, ohne ihre Stabilität und Kontinuität zu gefährden?

Keynotes

Gesellschaft, Bildung und Schule: Wie sortieren sich die Ansprüche an Schule?

Prof. Dr. Achim Brosziewski, Bildungssoziologe

Auch wenn Bildung und Schule oft in einem Atemzug genannt werden, stehen beide in einem spannungsreichen Verhältnis zueinander. Ansprüche anzumelden und Verantwortlichkeiten zu bestimmen ist nicht selten ein recht unübersichtliches Geschehen. Hilft die Perspektive namens «Gesellschaft», das Feld ein wenig zu sortieren?

Achim Brosziewski, im Laufe der Jahre Schüler, Aktivist, Postbote, Journalist, Volkswirt, Soziologe, Bildungsforscher und nun auch Podcaster (radio-gesellschaftstheorie.org).

Gemeinsinn: Warum er für unsere Demokratie unerlässlich ist

Dr. Barbara Bleisch, Philosophin

In Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung zeigt sich: Demokratie braucht mehr als Institutionen und Verfahren – sie braucht Gemeinsinn als jenen sozialen Kitt, der uns zusammenhält. Barbara Bleisch fragt in ihrer keynote, worin Gemeinsinn besteht, wie wir ihn anregen und befördern können und welchen Beitrag die Schule zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten kann.

Barbara Bleisch ist promovierte Philosophin und Autorin und moderiert die «Sternstunde Philosophie» sowie den Podcast «Zimmer 42» (SRF). Ausserdem ist sie Dozentin für Ethik in verschiedenen universitären Weiterbildungsstudiengängen.

Workshops

Gesellschaft, Bildung, Schule: Ansprüche sortieren

Achim Brosziewski

Gesellschaftliche Ansprüche an Bildung sind leicht anzumelden, Verantwortlichkeiten zu bestimmen hingegen ist weitaus schwieriger. Sind wirklich alle, die «Anspruchsgruppen» bilden wollen, dazu in der Lage?

Neue Unterrichtsmodelle - Was genau wird mit "neu" künftig besser?

Benjamin Betschart

Guter Unterricht kann auf vielfältige, aber weder auf beliebige noch unprofessionelle Weise realisiert werden. Welche Implikationen hat dies auf Schulleitungen mit Blick auf die Expertise von Lehrpersonen?

Was könnte partizipative Führung in Schulen bedeuten?

Katja Breitenmoser

Schulen so gestalten und führen, dass Verantwortung dorthin wandert, wo die Kompetenz ist. Mit Impulsen aus der Soziokratie 3.0 erproben wir dezentrale Entscheidungsprozesse und rollenbasierte Zusammenarbeit.

Demokratie braucht Dissenztauglichkeit

Andreas Stadelmann

Konflikte sind Merkmal und Grundpfeiler einer offenen Gesellschaft. Wie gestalte ich Schule und Unterricht, damit Kinder konsenzfähig und dissenztauglich werden? Welchen Beitrag kann Demokratiebildung dazu leisten?

Soziales Lernen passiert nicht einfach: Es wird gestaltet

Andrea Schweizer

Schulen sind zentrale Lebensräume für soziales Lernen, doch im Alltag bleibt dieses oft dem Zufall überlassen oder wird delegiert. Wenn soziales Lernen mehr sein soll als ein Anspruch, stellt sich die Frage nach Verantwortung und bewusster Gestaltung.

Digitale Gewalt verstehen und wirksam handeln

Binh Tschan und Rahel Fenini

Von der «Manosphere» bis zu problematischen «weiblichen» Rollenbildern in den sozialen Medien: digitale Gewalt betrifft zunehmend auch den Schulalltag. Der Workshop zeigt konkrete Hilfsangebote und mögliche Handlungsoptionen für Prävention und Intervention auf.

Das detaillierte Programm mit allen wichtigen Angaben zur Durchführung sowie eine ausführlichere Beschreibung der Workshops finden sich unten als Downloads.

Die Anmeldung für das Schulleitungsforum 2026 erfolgt elektronisch über diese Webseite und wird Mitte April aktiviert.

Downloads